4 Tage Safari im wunderbaren Tsavo West Nationalpark (Teil 3)

Masai Walk und ein aufregendes Mittagessen mitten im Bush

3. Tag

Heute an meinem dritten und leider auch vorletzten Tag im Tsavo West Nationalpark erwartet mich wieder ein spannendes Programm.

Voller Vorfreude auf den Tag springe ich aus dem Bett in meinem Luxuszelt. Entgegen meiner Erwartung, mich so ganz allein etwas unwohl zu fühlen, stelle ich fest, dass ich mich trotz der vielen wilden Tiere hier mitten in der Natur gut aufgehoben fühle. Ich würde am liebsten noch viel länger hier bleiben und weiß jetzt schon mit Gewissheit, dass ich nach Kenia zurückkehren werde.

 

 Die Frühpirsch ist heute ein Bushwalk mit einem Masai Krieger. Nur mit seinem Speer bewaffnet machen wir uns zu Fuß auf den Weg in den Busch. Auch dieses Mal erweisen sich meine speziellen Safarischuhe als sehr hilfreich. Man weiß ja nie welches kleine Getier, wie zum Beispiel Skorpione, hier so ihr Unwesen treiben. Der Masai Krieger erklärt uns viel zum Ökosystem und der Tierwelt. Nachdem wir so intensiv auf Tuchfühlung mit der atemberaubenden Natur waren, gibt es erstmal ein ausgiebiges Frühstück. Danach nehme ich mir etwas Zeit auf der Terrasse vor meinem Zelt ein bisschen zu lesen und meine Erlebnisse nieder zu schreiben.

 

Zum Mittagessen erwartet uns das nächste Highlight des Tages. Wir werden erneut von einem Masai Krieger in den Busch begleitet und bekommen unter einer großen und imposanten Akazie unser Mittagessen serviert.

Wow, diese Kulisse beeindruckt mich sehr und ich kann mich kaum auf das leckere Essen konzentrieren.

Ein paar Meter von uns entfernt schreitet majestätisch eine Giraffe an uns vorbei.

 

Den Nachmittag verbringe ich am Pool auf einer Liege. Ich spüre die warme Sonne Afrikas auf meiner Haut und schließe meine Augen. Ich frage mich ob ich das alles hier bloß geträumt habe, doch im Hintergrund höre ich einen Elefanten Tröten und weiß wieder, dass ich wirklich hier bin, hier in Afrika. Ich kann mein Glück kaum fassen!

 

Die Zeit vergeht wie im Flug. Schon ist es wieder Zeit zu unserer letzten Abendpirsch aufzubrechen.

Ich bin immer noch stark beeindruckt von der Vielfältigkeit dieses Nationalparks. Wenn man Safari in Afrika hört, stellt man sich wahrscheinlich eine öden, flache Landschaft vor. Doch ich kann euch sagen dieses Vorurteil stimmt in keinster Weise. Die Landschaft hier ist so abwechslungsreich, von flacher Savanne über weitläufige Graslandschaft mit hohen Bäumen, zu Lavagestein und bergigen Arealen. Zwischendurch immer wieder Wasserlöcher an denen sich die Tiere tummeln. Im Tsavo West Nationalpark kann man 4 Vertreter der Big Five live  erleben. Elefanten, Büffel, Leoparden und Löwen lassen sich hier gut beobachten. Nur das Nashorn lebt hier in einem speziellen Reservat Namens Ngulia Sanctuary. 

 

Nach dem Abendessen geselle ich mich ein letztes Mal zu den anderen Gästen ans Lagerfeuer. Wir tauschen uns über die Erlebnisse der letzten Tage aus und genießen dabei ein gutes Glas Wein. 

 

Mitten in der Nacht, ich war schon fest eingeschlafen höre ich jemanden vor meinem Zelt. Es klopft an die Plane und jemand sagt "Hello Miss, you like to see lions?" Im ersten Moment denke ich das ich es träume, aber dann wiederholt er es nochmal. Dann sehe ich eine Taschenlampe vor meinem Zelt. Ich stehe auf und öffne die Zeltplane. Er gibt mir ein Zeichen das ich mich beeilen soll. Also schnappe ich mir meine Taschenlampe und schlüpfe in die Schuhe. Ich folge ihm im Schlafanzug (zum Glück hatte ich einen angezogen) in die Dunkelheit. Am Restaurant angekommen sehe ich bereits andere Gäste die aufgeregt in die Dunkelheit zeigen. Der Masai richtet seine Taschenlampe Richtung Busch. Dann sehe ich sie, 3 Löwinnen auf der Pirsch, sie jagen Zebras erklärt der Masai. Sie nehmen keine Kenntnis von uns. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Leider dauert das Schauspiel nicht sehr lange und die Löwinnen verschwinden in der Dunkelheit. Zurück im Zelt gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf. Hoffentlich kommen die Löwen nicht zurück. Nach einer ganzen Weile schlafe ich dann doch ein.

 

Es bleibt spannend, im nächsten Teil erzähle ich dir wie meine Reise zu Ende geht.

 

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